Von den Machern von „Berlin, Berlin“!

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Interview mit Kai Lentrodt

Kai Lendtrodt Herr Lentrodt, in der neuen Vorabendserie „Zwei Engel für Amor“ spielen Sie Max – einen ziemlich nervigen Schauspieler und ausgewiesenen Spezialisten im Fettnäpfchen treten?

Ja, und das ist das besondere an Max: er ist dabei sehr sympathisch. Er sagt immer die Wahrheit – und das auch, wenn es wehtut. Wohlgemerkt: wenn es anderen wehtut, aber auch wenn es ihn selber schmerzt. Max ist der Gegenpart zur weiblichen Hauptrolle: Kim glaubt an die große Liebe – Max will alle Frauen dieser Welt.

Alle Frauen dieser Welt – lieben?
Die romantische Liebe ist nicht so sein Fach. Max hat da wohl eher die körperliche Liebe im Sinn (lacht). Neudeutsch könnte man Max als typischen Womanizer bezeichnen. Im Laufe der Serie aber wird auch klar, warum er so ist, dass auch Max Erfahrungen gemacht hat, die ihn tief geprägt haben und spätestens hier zeigt sich, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Kim und Max, die romantisch Verliebte und der Womanizer – das klingt wie ein neues Traumduo?
Sind sie, sind sie – weil sie so gegensätzlich sind und sich nicht besonders mögen. Zumindest am Anfang der Serie.

Ändert sich das?
Das werde ich Ihnen nicht verraten.

Gut! Zu Kai Lentrodt!
Kai Lentrodt, geboren in Hamburg, aufgewachsen in Quickborn und Düsseldorf, Abitur, Schauspielausbildung in Hamburg – reicht das?

Nicht ganz! Wo lebt Kai Lentrodt?
Seit 2001 in Berlin-Kreuzberg.

Nicht im IN-Bezirk Prenzlauer Berg?
Das ganz bewusst nicht! In Kreuzberg finde ich noch das authentische Berlin, unglaublich viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Kulturen auf einem Fleck, die alle aber schon sehr lange in Berlin leben. Diese Mischung ist die Stärke der Stadt. Die andere Stärke ist gerade die Trennung. Wo hat man das sonst – eine Stadt, die aus zwei Städten besteht, aus Ost-Berlin und West-Berlin. Das kann man auch nach 15 Jahren Deutscher Einheit nicht abstreiten: Was 40 Jahre getrennt war, kann über einen so verhältnismäßig kurzen Zeitraum nicht so schnell wieder zusammenwachsen. Diese Trennung wird zwar allseits beklagt, ich sehe darin aber auch eine große Chance, die Chance des Unterschieds.

Was schätzen Sie noch an Berlin?
Neben vielen anderen Dingen natürlich, dass ich an jeder Ecke mein Leibgericht bekomme: Currywurst mit Pommes.

In Berlin ist Freizeitgestaltung kein großes Problem – oder?
Abgesehen von Besuchen in Clubs, Zeit mit Freunden verbringen und dem Buch auf dem Nachttisch findet der Hauptteil meiner Freizeitgestaltung aber nicht in Berlin statt. Sobald ich Zeit habe, gehe ich auf Reisen. Bevorzugte Reiseziele: Spanien und Südamerika. Zuletzt war ich im argentinischen Cordòba, und Ende diesen Jahres steht der nächste Teil meiner Südamerika-Reise an: Bolivien, Chile und Peru. Dafür habe ich vor fünf Jahren schon angefangen, Spanisch zu lernen. Und immer wenn ich Zeit habe, frische ich meine Sprachkenntnisse wieder auf, um fit für meine Reise zu sein.

Mit wem reisen Sie?
Immer alleine. Nur so ist man vollständig frei von allem und lernt Land und Leute richtig kennen.

Und Ihre Partnerin?
Gibt es nicht. Single. Seit 2005.

Zurück zum Schauspieler Kai Lentrodt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Schauspieler zu werden?

Nach dem Abi habe ich einige Monate Theaterwissenschaften studiert –mit der klaren Erkenntnis, dass ich lieber Theater spiele, als über Theater zu sprechen und zu schreiben. Im Schultheater und auch am Freien Theater in Düsseldorf hatte ich schon erste Erfahrungen gesammelt.

Und dann habe Sie sich eine Schauspielschule gesucht?
Ja, der klassische Weg. Wichtig war aber, dass für meine Eltern dieser Wechsel in Ordnung war. Als jüngstes von drei Kindern – mit einem Bruder, der Arzt ist, einer Schwester, die als Krankengymnastin arbeitet – da war bei dem Jüngsten klar: der kann jetzt auch mal so was wie Schauspieler werden. Ich hatte das Glück, an einer der letzten halbstaatlichen Schauspielschulen angenommen zu werden. Eine Ausbildung, finanziell unterstützt von der Hansestadt Hamburg.

Die wichtigsten Stationen Ihrer Karriere?
Gleich nach der Abschlussprüfung habe ich die Hauptrolle in der Sat.1 Serie „Ein flotter Dreier“ ergattert. Neben Ulrike Kriener spielte ich in der Krimiserie „Lisa Falk“ und gehörte zum Hauptcast von Anke Engelkes „Ladykracher“. Seit einiger Zeit stehe ich als Ben Kolberg in der ZDF-Serie „Ein starkes Team“ vor der Kamera.

Der Name Kai Lentrodt wird oft mit komischen Rollen in Verbindung gebracht. Die Rolle Max in „Zwei Engel für Amor“ geht in dieselbe Richtung. Haben Sie Angst, auf das komische Fach festgelegt zu werden?
Nein, ich spiele ja auch ganz andere Rollen. Komisch zu sein ist eine Gabe, für die ich dankbar bin. Es macht einfach unglaublichen Spaß, „funny bones“ zu haben und das auch rauszulassen.

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